Künstler

Capella de la Torre (Foto: Andreas Greiner-Nopp)
Capella de la Torre (Foto: Andreas Greiner-Nopp)

Capella de la Torre

Die Capella de la Torre wurde 2005 von der Oboistin und Schalmeispezialistin Katharina Bäuml gegründet. Seitdem hat das Ensemble sein Publikum in nahezu tausend Konzerten stets aufs Neue begeistert. Hinzu kommen bislang 20 CD-Einspielungen und eine Vielzahl von Live-Mitschnitten. Auf diese Weise hat sich Capella de la Torre umfangreiche Erfahrung in der Musik des 14.-17.Jahrhunderts erspielt. 2016 wurde der Formation der ECHO-Klassik in der Kategorie »Ensemble des Jahres« verliehen. 2017 erhielt das Ensemble einen weiteren ECHO Klassik für die CD »Da Pacem - Echo der Reformation« zusammen mit dem RIAS Kammerchor. 2018 erhält Capella de la Torre den ersten OPUS Klassik (Nachfolgepreis des ECHO) für die Aufnahme »Serata Venexiana«. Der Name »de la Torre« ist auf zweierlei Weise zu verstehen: Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine Bläserbesetzung, seine »Danza Alta«. Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: »De la Torre« bedeutet übersetzt »vom Turm herab«; Bläsergruppen musizierten seinerzeit bei den verschiedensten Gelegenheiten auf Türmen oder Balkonen. www.capella-de-la-torre.de

Katharina Bäuml (Foto: Capella de la Torre)
Capella de la Torre (Foto: Andreas Greiner-Nopp)

Katharina Bäuml

Katharina Bäuml wurde in München geboren und absolvierte zunächst mit Auszeichnung ein Studium der modernen Oboe. Daneben studierte sie Barockoboe und historische Rohrblattinstrumente an der Schola Cantorum in Basel und schloss auch hier »mit Auszeichnung« ab. Seitdem spezialisierte sich Katharina Bäuml in verschiedenen Bereichen der Alten Musik. Ihr ganz besonderes Interesse gilt der Bläsermusik des 15.-17. Jahrhunderts. Folgerichtig gründete sie 2005 sie »Capella de la Torre«, das heute wichtigste deutsche Ensemble für Renaissancemusik. Katharina Bäuml widmet sich aber nicht nur der Alten Musik, sondern ebenso der zeitgenössischen Musik auf historischen Instrumenten. Seit 2010 entstanden so zahlreiche Kompositionen für das Duo »Mixtura«, u.a. zu hören beim Berliner Festival »Ultraschall«. Als Leiterin mehrerer Festivals und Konzertreihen initiiert Katharina Bäuml immer wieder Begegnungen zwischen Musik der frühen Neuzeit und Jazz. Zuletzt übernahm sie die Reihe »Musica Ahuse« in der romanischen Klosterkirche Auhausen, in der jährlich renommierte Spitzenensembles der alten Musik auftreten. Die Musikerin unterrichtet in Berlin und gibt regelmäßig Meisterkurse an den Musikhochschulen in Genf (Schweiz), Hannover und Lübeck.

Wiener Singakademie (Foto: Michael Innmann)
Wiener Singakademie (Foto: Michael Innmann)

Wiener Singakademie

Seit über 150 Jahren ist die Wiener Singakademie wesentlicher Bestandteil des Wiener Musik- und Kulturlebens. Von seiner Gründung an bis heute arbeitete der Chor mit den bedeutendsten Dirigenten zusammen und zählte herausragende Persönlichkeiten der Musikgeschichte wie Johannes Brahms und Bruno Walter zu seinen künstlerischen Leitern. So verband bzw. verbindet den Chor eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Claudio Abbado, Karl Böhm, Sergiu Celibidache, Wilhelm Furtwängler, Sir John Eliot Gardiner, Edvard Grieg, Lorin Maazel, Sir Roger Norrington, Georges Prêtre, Sir Simon Rattle, Sir Georg Solti, Richard Strauss, Christian Thielemann, Anton Webern, Franz Welser-Möst und Simone Young. 1858 als erste gemischte Chorvereinigung Wiens zum Zwecke einer »Singübungsanstalt« gegründet, wurde die Wiener Singakademie im Zuge der Errichtung des Wiener Konzerthauses 1913 fix an dieses Haus gebunden. Seither erfüllt sie als Chor des Wiener Konzerthauses ihre Aufgaben im obersten Qualitätssegment des Wiener Konzertbetriebs und versteht sich in diesem Sinne als Laienchor mit höchstem professionellen Anspruch. Etwa hundert Sängerinnen und Sänger bilden den Chor der Wiener Singakademie. Ein hohes Maß an persönlichem Einsatz und die Freude an hochkarätiger musikalischer Arbeit verbinden sie miteinander. Neue Wege abseits der großen Chor-Orchester-Literatur beschritt die Wiener Singakademie mit der Gründung des Wiener Singakademie Kammerchores im Jahr 2006. Als künstlerischer Leiter der Wiener Singakademie fungiert Heinz Ferlesch, welcher im Alter von 27 Jahren vom Wiener Konzerthaus hierzu berufen wurde. Er hat sich in dieser Funktion sowie als Dirigent seines Originalklangorchesters Barucco und als künstlerischer Leiter des Chores Ad Libitum im österreichischen Musikleben etabliert. www.wienersingakademie.at

Manfred Hartl (Foto: Manfred Hartl)
Manfred Hartl (Foto: Manfred Hartl)

Manfred Hartl

Der 1956 geborene Drehleierspieler, Harfenist, Sänger, Mitbegründer der Musikgruppe »Tandaradey« und Initiator des Liederprojekts »Die Tandler« erhielt seine Stimmbildung am Konservatorium für Kirchenmusik in St. Pölten. Manfred Hartl beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit mittelalterlicher Spielmannsmusik, Aufführungspraxis und Instrumentenbau. Er nahm Drehleierunterricht bei Simon Wascher, Eberhard Kummer und Mathias Loibner. Neben seinen zahlreichen solistischen Auftritten im Rahmen klassischer Messen, Liederabende und Konzerte entfaltete er eine rege Konzerttätigkeit mit mittelalterlicher Spielmannsmusik, Volksballaden zu Gitarre und Drehleier sowie Wienerliedern. So war er mit Schikaneders Jugend und Katharina Bäumls Capellla de la Torre bei den «Resonanzen» 2012 und 2015 im Wiener Konzerthaus ebenso zu Gast wie bei der Grazer styriarte oder im Rahmen von «Wachau in Echtzeit».

beauty farm (frabernardo.com)
beauty farm (frabernardo.com)

beauty farm

Auch in der Aufführung der Vokalpolyphonie der Renaissance haben sich in den vergangenen Jahrzehnten Traditionen herausgebildet. Das belgisch-deutsche Ensemble beauty farm versucht Aufführungstraditionen der vergangenen Jahrzehnte über Bord zu werfen und eine frische Interpretation anzubieten: ein Klangbild, in dem jeder einzelne Sänger jede Note, die Linie seines Parts, wie ein Solist liest und interpretiert. Ergibt sich die Prämisse einer solistischen Besetzung der Vokalpolyphonie bereits aus der Struktur der Kompositionen, so bleibt die Frage nach dem Klangbild offen. Allerdings nur scheinbar, denn auch hier liefert die Musik selbst Antworten. In der Polyphonie der Renaissance gibt es keine Hierarchie. Jede Stimme ist absolut gleichwertig. beauty farm strebt daher ein Klangbild an, das sich deutlich vom gewohnten Vokalklang unterscheidet. Dies nicht nur, weil bei beauty farm ausschließlich Sänger mitwirken, sondern vor allem dadurch, dass das Klangspektrum vom Bass aus aufgebaut wird und pyramidenartig zur höchsten Stimme hin im Volumen abnimmt. Dadurch erreicht beauty farm jenen intensiven, aber dennoch transparenten Klang, der von der internationalen Presse immer wieder hervorgehoben und gelobt wird. Von Markus Muntean und Bernhard Trebuch aus Leidenschaft zur Vokalpolyphonie gegründet, versammelt beauty farm junge Sänger, die aus etablierten Ensembles stammen, Traditionen hinter sich lassen und sich experimentierfreudig auf musikalisches Neuland begeben. beauty farm hat von Publikum und Kritik hochgelobte Aufnahmen, darunter Motetten von Nicolas Gombert, veröffentlicht. www.frabernardo.com